Modulgruppe 0


   Die Spur 0 bildet das Vorbild im Maßstab 1:43,5 und 1.45. Das hat zum Teil historische und parktische Gründe. Gegenüber H0 (Halb Null) mit dem Maßstab 1:87 der Maßstab 1:43,5 richtig. Dies würde zu einer Spurweite von 33 mm führen ( 2 x 16,5 mm). Tatsächlich wurde eine Spurweite von 32 mm gewählt, was dann zu dem Maßstab 1: 45 führt. Grund hierfür ist, dass dies der Regelspurweite von 1435 mm entspricht. Leider konnten sich die Väter der Normenschreibung in den Normen nicht auf einen Maßstab einigen. Dadurch entstand das Kuriosum, dass Modelle mit dem Maßstab 1:43,5 auf der Spurweite 32 mm laufen. Die Normen des MOROP sind so ausgelegt, dass beide Maßstäbe zu einander kompatibel sind und einen Betrieb miteinander ermöglichen. Allerdings im Falle, dass zwei gleiche Modelle hintereinander auf dem Gleis stehen, sieht man die unterschiedlichen Volumen.
  
   Modelle im Maßstab 1:43,5 wurden vorzugsweise in der Schweiz und aus Messing gebaut, weshalb die Preise nicht für Jedermann bezahlbar waren. Im Jahre 2006 hat sich die Firma LENZ der Spur 0 angenommen und seitdem detaillierte und bezahlbare Modelle auf den Markt gebracht. Der Wagenpark wird in Mischbauweise Messing / Kunststoff hergestellt. Die Verwendung von Decodern ist Standard, so wie die Implementierung von vielfältigen Funktionen. Die Firma LENZ macht gern den folgenden Vergleich: Ein Spur 0 Modell hat das 4-fache Volumen und den doppelten Preis eines H0 Modells. Mittlerweile sind weitere Anbieter auf den Markt gekommen, die auch den Bereich des Zubehörs bedienen. Gleissysteme gibt es bei LENZ und PECO.

Auf dem Markt sich auch Modelle für die Spurweite 22mm (0m) und Spurweite 16,7 mm (0e) erhältlich.
  
   Diskussionspunkte:

Der Nachteil besteht in der 4-fachen Ausdehnung einer vergleichbaren H0-Anlage. Die Modelle und auch die Gleise sind preislich höher angesiedelt. Die (vernünftigen) Mindestradien liegen bei 1800mm und höher. Selbst dann können D-Zug Wagen in den Kurven noch überhängen. Und nicht jedes große Modell kann fahren. Das ist eigentlich auch so beim Vorbild. Die Topographie der Strecke bestimmt den Fahrzeugeinsatz. Es heißt also sich beschränken. Die Arge Spur 0 hat eine Musteranlage in U-Form gebaut, die in ein 12 qm großes Kinderzimmer passt.
  
   Der Vorteil besteht darin, dass für Modelle und Gleisanlagen weniger investiert werden muss. Es wird eben nicht so viel Material gebraucht. Außerdem erhält man vorzüglich detaillierte Modelle. Natürlich kann man auch sammeln, aber der Betrieb ist das eigentlich reizvolle Geschehen und unter Einbeziehung eines Vorbild-Bahnhofes einer Nebenbahn kann man nahe an ein Modell heran kommen. Und vorbildgerechte Züge kommen auch mit einer Lok und zwei Wagen daher. Und das Rangieren mit Güterwagen macht richtig Spaß.
  
   Da in einem Hobbyraum eben nicht unbegrenzt Raum zur Verfügung steht, bietet sich an Module zu bauen und auf FREMO-Treffen zu gehen. Da kommen schon mal an die 30m Fahrstrecke zusammen und es gibt kein schöneres Geräusch, wenn ein langer Zug mit Stakkato an den Modulübergängen über die Strecke donnert.


1. Ratgeber für Einsteiger
2. Auswahlkriterien für einen Bahnhof
3. Auswahl des Gleises
4. Modulbau
5. Elektrik / Digitale Steuerung
  
   2017 hat die Modulgruppe 0 an den 9. Peißenberger Modellbahntagen teilgenommen.
Dabei wurde in Bad Kohlgrub voller Betrieb gezeigt.




2018 hat die Modulgruppe 0 an unserem internen Modultreffen des MBC Pfaffenwinkel e.V. teilgenommen.
Dabei wurde Bad Kohlgrub auch Mittelpunkt unser ersten großen Abendveranstaltung mit LIVE-Musik.
  
   Ansprechpartner der Modulgruppe:

Achim Sührig
E-Mail: achim.suehrig [at] mbcpfaffenwinkel.de